Abstraktion und Konkretion in der Kunst

Mit diesem Beitrag wollen wir Sie provozieren, über zwei gebräuchliche kunsttheoretische Begriffe nachzudenken:

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Caspar David Friedrich, "Wiesen vor Greifswald",(Öl auf Leinwand. 35 x 49 cm. Nach 1820. Kunsthalle Hamburg) - Claude Monets, "Impression" , 1872 (zeigt einen Sonnenaufgang im Hafen von Le Havre) -

Mit der Abstraktion in der Malerei ist es ein besonderes Ding: je geschickter die Realität widergespiegelt wird, desto größer die Differenz zwischen Wirklichkeit und Bild. Nie wird je ein Mensch über die gemalten Wiesen vor Greifswald gehen. Ebenso ist es unmöglich auf einen gemalten Tisch oder das Wort Tisch real eine Tasse zu stellen

Arbeitet nämlich ein Mensch künstlerisch, so schafft er vom dinglich und geistig Bestehenden in einem Bild eine gesonderte Repräsentationsform. Insofern abstrahiert ein "gegenständlich" darstellender Künstler und solche Kunst wäre immer eine besondere Art der Abstraktion. Allerdings erfüllt sich Kunst nicht begrifflich, der für die Logik definierten Abstraktionsform. Sie besteht, wie Baumgarten es definierte, als >analogon rationis< in sinnlicher, physikalischer Gestalt. Nie wäre figurative bzw. gegenständliche Kunst in jenem ersten, logischen Sinne abstrakt, doch immer ”real-abstrakt” - genuin und nicht wie die vereinbarte Realabstraktion "Geld". In der künstlerischen Abstraktion ist das Repräsentierte als Gehalt der Form tatsächlich anwesend.

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Sie ist als solche objektiv; in ihr ist äußere Realität repräsentiert ohne sie faktisch aber in ästhetischer Form zu enthalten. Und die Abstrakta sind in der Dichtkunst sprachliche aber nicht begriffliche, in der Bildkunst optische und in der Tonkunst akustische Figuren. Und was in der neueren Theorie fälschlicherweise als abstrakte (weil nicht abbildliche) Kunst bezeichnet wird, entfernt sich gerade von Abstraktion. Denn das angeblich abstrakte Kunstgebilde ist vielmehr die Gestalt des ästhetischen Inhaltes selber - ist Gegenstand an sich, ist die Wirklichkeit eines Bildes und nichts anderes: Jene Kunst ist dann konkret. Die Begriffsverdrehung, als Gewohnheit in der Urteilsbildung, gerät zum Eingriff der Theorie in die Autonomie der Kunst - schließlich verzerrt sie das Verhalten des Rezipienten zum Kunstereignis.

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Raynes?24 August 2011, 17:51

Got it! Thanks a lot again for helping me out!

Cammie?23 August 2011, 20:48

This is exatcly what I was looking for. Thanks for writing!

Indian?23 August 2011, 19:08

HHIS I sohuld have thought of that!